Glyphosat - Artenkiller

Welchen Schaden richtet Glyphosat in der Natur an?

Als Totalherbizid tötet Glyphosat jede Pflanze auf dem gespritzten Feld ab, sofern sie nicht entsprechend gentechnisch verändert ist. Deshalb sind die Auswirkungen direkt auf die Ackerflora und indirekt auf die Ackerfauna groß: Weniger Wildpflanzen auf und neben den Ackerflächen bieten weniger Lebensraum für weniger Insekten. Und diese sind die Hauptnahrung für andere Tiere wie etwa Vögel ; die biologische Vielfalt nimmt mit dem vermehrten Einsatz von Glyphosat ab. 30 Prozent aller Vögel der Agrarlandschaft stehen bereits auf der Roten Liste der bestandsbedrohten Tierarten.Glyphosat ist außerdem ein Wasserschadstoff. Gelangt er in Bäche, Flüsse und ins Grundwasser, wird er dort zum Problem für Wasserlebewesen. Besonders empfindlich reagieren Amphibien auf Glyphosat: Ihre Embryonalentwicklung wird gestört, viele Kaulquappen sterben. Glyphosat wird in Deutschland nicht fachgerecht und zu häufig eingesetzt: Der BUND Brandenburg hat in Kleinstgewässern, die direkt neben Äckern liegen, Glyphosat oder sein direktes Abbauprodukt AMPA, das ebenfalls gewässerschädlich ist, nachgewiesen. Laut Zulassungsbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit  darf Glyphosat gar nicht ins Wasser gelangen. Landwirte müssten dies bei der Anwendung sicherstellen, tun es offenbar jedoch vielfach nicht. Und auch der private Gebrauch belastet das Wasser: Das Versprühen von Glyphosat auf Gehwegen und anderen versiegelten Flächen ist verboten, weil es so in die Kanalisation gelangen kann. Dennoch wurde Glyphosat bereits in kommunalen Kläranlagen nachgewiesen.Nach langem Glyphosateinsatz werden zudem die Krümelstruktur des Bodens und bodenfördernde Mikroorganismen (Mykorrhiza) zerstört. Das zeigen Erfahrungen aus Südamerika. 

 

Weitere Infos unter https://www.bund.net/umweltgifte/glyphosat/

 

 

Ökologische Landwirtschaft in Bayern

Bayern nimmt mit mehr als 7.300 Ökobetrieben und einer ökologisch bewirtschafteten Fläche von knapp 230.000 Hektar bundesweit den Spitzenplatz ein. Fast ein Drittel aller deutschen Ökobetriebe wirtschaften in Bayern.

Mehr als die Hälfte der in Deutschland produzierten Öko-Milch kommt aus Bayern. Auch bei der Verarbeitung von Ökoerzeugnissen ist Bayern führend. In den letzten Jahren gab es hier einen deutlichen Anstieg auf über 3.000 Unternehmen. (Quelle: http://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/oekolandbau/)

Ökolandwirte sind Naturschützer

Die Erzeugung von Lebensmitteln im ökologischen Landbau ist gleich mehrfacher Umweltschutz.

Der Boden bleibt bedeckt, Humusaufbau ist durch gesunde Bodenlebewesen möglich. Dadurch wird CO2 gebunden. Ökolandbau verursacht 60 % weniger CO2-Emission als konventioneller Anbau und trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei.

Das Grundwasser wird nicht mit Giftstoffen belastet. Auch der Nährstoffeintrag ist bei weitgehendem Verzicht auf Mineraldünger deutlich geringer. Immer wieder werden sehr hohe Nitratwerte gemessen, mit Hilfe des Ökolandbaus können diese Werte wieder sinken.

Die Kleintierwelt von Insekten, Spinnen, Bodenlebewesen wird geschont. Davon profitieren die Vögel, die diese Tiere verspeisen, ebenso die Honigbienen, Wildbienen und Hummeln, die die Bestäubungsarbeit in der Landwirtschaft leisten.

Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen kommen viel mehr verschiedene Pflanzenarten vor. Heute gilt mehr als ein Drittel der Ackerwildkraut-Arten als gefährdet, einige sind sogar schon ausgestorben. Mit den Wildkräuter kehren auch Schmetterlinge und viele weitere Tiere in unsere Landschaft zurück.

Durch eine kleinteilige Landwirtschaft gibt es viele unterschiedliche Strukturen: Hecken, Mulden, Feldgehölze und Wegränder bieten eine Vielzahl an Kleinstlebensräumen für Tiere und Pflanzen in einer genutzten Landschaft.

Ökolandbau und die Menschen

Im Ökolandbau ist ein harmonisches Zusammenspiel von Menschen, Tieren und Fläche wichtig. Die Nahrungsmittel sind frei von Giftstoffen, damit sind sie sehr gesund. Die Initiative "Tierwohl" ist  zwar ein Versuch, auch im konventionellen Betrieb die Tiere weniger zu quälen, jedoch sind die Kriterien für einen Bio-Betrieb viel höher angesetzt. In der Biolandwirtschaft darf das Tier noch nach seinen Bedürfnissen leben. Durch einen geringeren Fleischkonsum können Tiere und Menschen gesünder leben.