Ökologische Landwirtschaft in Bayern

Bayern nimmt mit mehr als 7.300 Ökobetrieben und einer ökologisch bewirtschafteten Fläche von knapp 230.000 Hektar bundesweit den Spitzenplatz ein. Fast ein Drittel aller deutschen Ökobetriebe wirtschaften in Bayern.

Mehr als die Hälfte der in Deutschland produzierten Öko-Milch kommt aus Bayern. Auch bei der Verarbeitung von Ökoerzeugnissen ist Bayern führend. In den letzten Jahren gab es hier einen deutlichen Anstieg auf über 3.000 Unternehmen. (Quelle: http://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/oekolandbau/)

Ökolandwirte sind Naturschützer

Die Erzeugung von Lebensmitteln im ökologischen Landbau ist gleich mehrfacher Umweltschutz.

Der Boden bleibt bedeckt, Humusaufbau ist durch gesunde Bodenlebewesen möglich. Dadurch wird CO2 gebunden. Ökolandbau verursacht 60 % weniger CO2-Emission als konventioneller Anbau und trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei.

Das Grundwasser wird nicht mit Giftstoffen belastet. Auch der Nährstoffeintrag ist bei weitgehendem Verzicht auf Mineraldünger deutlich geringer. Immer wieder werden sehr hohe Nitratwerte gemessen, mit Hilfe des Ökolandbaus können diese Werte wieder sinken.

Die Kleintierwelt von Insekten, Spinnen, Bodenlebewesen wird geschont. Davon profitieren die Vögel, die diese Tiere verspeisen, ebenso die Honigbienen, Wildbienen und Hummeln, die die Bestäubungsarbeit in der Landwirtschaft leisten.

Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen kommen viel mehr verschiedene Pflanzenarten vor. Heute gilt mehr als ein Drittel der Ackerwildkraut-Arten als gefährdet, einige sind sogar schon ausgestorben. Mit den Wildkräuter kehren auch Schmetterlinge und viele weitere Tiere in unsere Landschaft zurück.

Durch eine kleinteilige Landwirtschaft gibt es viele unterschiedliche Strukturen: Hecken, Mulden, Feldgehölze und Wegränder bieten eine Vielzahl an Kleinstlebensräumen für Tiere und Pflanzen in einer genutzten Landschaft.

Ökolandbau und die Menschen

Im Ökolandbau ist ein harmonisches Zusammenspiel von Menschen, Tieren und Fläche wichtig. Die Nahrungsmittel sind frei von Giftstoffen, damit sind sie sehr gesund. Die Initiative "Tierwohl" ist  zwar ein Versuch, auch im konventionellen Betrieb die Tiere weniger zu quälen, jedoch sind die Kriterien für einen Bio-Betrieb viel höher angesetzt. In der Biolandwirtschaft darf das Tier noch nach seinen Bedürfnissen leben. Durch einen geringeren Fleischkonsum können Tiere und Menschen gesünder leben.