Ortsgruppe Burgthann
- Gründung: 1987
- Ansprechpartner: Der Vorstand wurde im Herbst 24 neu gewählt, Vorsitzende sind Andrea Müller und Hermine Neidel. burgthann@bund-naturschutz.de
- Treffen: Die Aktiven der Ortsgruppe treffen sich in unregelmäßigen Abständen. Interessierte können jederzeit gerne dazukommen. Bitte beim Vorstand melden.
- Aktivitäten (Beispiele): AG Schwalbenschutz, Betreuung des Geschützten Landschaftsbestandteils Heinleinshof, Exkursionsangebote, Stellungnahmen, Kernwegenetzausbau, Stromtrasse…
Hutanger Burgthann

In ganz Bayern waren Hutanger seit dem Mittelalter verbreitet. Im Landkreis Nürnberger Land liegt der Schwerpunkt der erhaltenen Flächen. „Hutanger“ setzt sich zusammen aus Hut = hüten, behüten, Tiere hüten und „Anger“ = wildes, ungepflügtes Grasland.
Der Hutanger unterhalb der Burg Burgthann ist ein historisches und landschaftsprägendes Element in der regionalen Kulturlandschaft im Nürnberger Land. Diese Fläche, als Überbleibsel der traditionellen Allmende-Weidewirtschaft (gemeinschaftlich genutzte Weideflächen der Dorfgemeinschaft), verbindet ökologischen Artenschutz mit dem historischen Erbe.
Heute erkennt man ehemalige Hutanger oft an alten, parkartig verteilten Bäumen.
1987 Kurt Bock (Förderverein Burg Burgthann), Peter Brunner (Obst- u. Gartenbauverein Burgthann) und Fritz Lang (Bauhof Gemeinde Burgthann) fertigten aus Eichenholz einen Brunnentrog. Dieser fand seinen Platz am Hutanger an der dortigen Quelle.
2001 Der Hutanger Burgthann wurde mit einer Verordnung zum geschützten Landschaftsbestandteil „Burgberg“ erklärt.
2008 Durch die tatkräftige Initiative von Norbert Behr, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Burgthann von 2002 – 2019, kann die Fläche am Burgberg wieder als Hutanger genutzt werden. Es gelang ihm, die Gemeinde Burgthann als Eigentümerin, den Landschaftspflegeverein, die Forstverwaltung und die Untere Naturschutzbehörde von diesem Vorhaben zu überzeugen. Im Zuge von Rodungsarbeiten wurde der Burgberg um die alten Eichen wieder freigestellt.
2012 wurde ein regionaler Landwirt gefunden, der am Hutanger Mutterkühe zur Beweidung und Landschaftspflege einstellte.
2013/14 Da der vorhandene Brunnen marode war, spendete die Ortsgruppe Burgthann mit Unterstützung der Sparkasse Nbg. einen Eichenholztrog.
2025 Doch auch diese Tränke war nicht mehr wasserdicht und konnte mit Spenden anlässlich der Beisetzung von Norbert Behr und der Ortsgruppe Burgthann durch den jetzigen Granitbrunnen ersetzt werden.
2026 Installation des neuen Brunnens am Hutanger „Burgberg“. Ein besonderer Dank geht an die Familie Behr, an alle Spender:innen, die Kommune Burgthann und Mitarbeiter des Bauhofes, die den Brunnen mit viel Engagement und auf eigene Kosten aufstellten.
Weitere Informationen sind nachzulesen auf der Informationstafel am Hutanger.
Kein Asphalt im Wald

DER AUSBAU WURDE VOM GEMEINDERAT GESTOPPT
Seit einigen Monaten beschäftigt sich die Ortsgruppe mit dem Kernwegenetz. Ein Ausbau des Weges vom Wasserhaus an der Mimberger Straße bis nach Pattenhofen und über die Schwarzach ist im Sommer vom Gemeinderat beschlossen worden. Der BUND Naturschutz lehnt diese Asphaltierung und Verbreiterung des sehr steilen Wegabschnittes ab. Die Karte zum Wegverlauf finden Sie hier.
Zur Information wird im November 2024 ein Schreiben verteilt, eine Unterschriftenliste ist ebenfalls gestartet worden. Am 13.1.25 konnten 1570 Unterschriften übergeben werden, das entspricht 17,4% der Wahlberechtigten. Der Bürgermeister zeigte sich unbeeindruckt
Demnächst erhalten wir nach monatelangen Rückfragen Einsicht in den Kernwegenetzplan. Einsicht in die aktuelle Planung haben wir im September erhalten. Gespräche mit Forst, Radverkehrsbeauftragten, UNB und weiteren Beteiligten laufen.
Warum lehnt der BN diesen Ausbau ab?
- Wir haben genügend Fläche für Verkehr versiegelt. Das Flächensparziel muss ernst genommen werden.
- Es werden unnötig Baumaterialien verbraucht, die ebenfalls aus Sandgruben/Kiesgruben und ähnlichen Abbauflächen stammen.
- Ein Präzedenzfall darf nicht entstehen. Die Steilheit des Weges sollte nicht als Vorwand für Asphaltierung genommen werden, sonst kann die halbe Hersbrucker Schweiz asphaltiert werden.
- Es gibt keinen Bedarf für diesen Ausbau, der Weg ist bereits jetzt schwerlastfähig.
- Das Wasserschutzgebiet ist betroffen, schädlicher Eintrag bei der Asphaltierung könnte das Trinkwasser verunreinigen.
- Die Kosten sind immens und die Gelder sollten eher in Klimaschutz investiert werden und nicht in klimaschädliche Versiegelung. Schließlich sind das Steuergelder.
- Es müssten Eingriffe in die Waldfläche erfolgen, Wald sollte nicht für solche unnötigen Projekte gerodet werden.
- Ein Gewässer mit Gewässerrandstreifenpflicht wird negativ verändert, was nach der Wasserrahmenrichtlinie nicht zulässig ist.
- Die Asphaltierung und Verbreiterung erhöht die Zerschneidungswirkung und bringt Licht und Hitze in den Wald und hindert die Tierwelt daran, den Weg zu kreuzen.
Laub macht eine asphaltierte Strecke sehr gefährlich, ebenso wie Eis im Winter. Salz darf keinesfalls im Wald und entlang des Gewässers dort eingesetzt werden.
Informieren Sie sich und schreiben Sie an die Verwaltung in Burgthann.
Weitere Informationen zum Kernwegenetzausbau:



