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Energiesparen - dringender als je zuvor

Der Klimawandel bedroht unseren Lebensraum auf der Erde und damit unsere Existenz! Man kann sich trefflich streiten, welche Einflüsse in welchem Umfang für den menschengemachten Treibhauseffekt ursächlich sind. Unstrittig ist aber, dass der Mensch in Industrieländern zum Klimawandel in erheblichem Maße beiträgt. Auf der Internetseite unseres Landesverbandes gibt es viele Tipps zum Energiesparen. Weitere Infos gibt es unter:

 https://www.bund-naturschutz.de/energiewendehttps://www.bund-naturschutz.de/klimakrise

 https://www.bund.net/energiewende/energie-sparen/energiespartipps/

 

  • Richtiges Energie sparen hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern bedeutet Komfortgewinn. Der intelligente Umgang mit Energie macht Sinn. Bei den steigenden Energiepreisen (Öl, Gas, Strom, Benzin) rechnen sich geeignete Maßnahmen schnell. Manchmal führt bereits eine Umstellung von Verhaltensgewohnheiten zu Kosteneinsparungen. Beleuchtet werden die Bereiche Haus, Heizung, Warmwasser, Verkehr, Stromverbrauch, Essen und Freizeit.
  • Energieeffizienz bedeutet, dass Geräte und Maschinen möglichst ressourcenschonend hergestellt werden, im Betrieb die zugeführte Energie optimal verwerten, bei Betriebsstörungen leicht repariert werden können und später wieder recycelt werden können. Bei der fossilen Stromerzeugung heißt das Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), z.B. mit Blockheizkraftwerken (BHKW) statt Kohlekraftwerken.
  • Verhaltensänderungen meint, dass für eine bestimmte Aufgabe verschiedene Lösungen zur Verfügung stehen. Beispiel: der Rasen vor dem Haus
    Hier kann man „englischen Rasen“ anlegen oder eine  Blumenwiese. Zum Mähen kann man eine Sense, einen Hand-Rasenmäher, einen Benzin- oder Elektro-Rasenmäher verwenden. Diese Werkzeuge kann man als Einzelhaushalt anschaffen oder haltbareres Profi-Werkzeug mit anderen gemeinsam nutzen.
  • Erneuerbare Energien nutzen - Dies kann durch eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach erfolgen. Es kann aber auch durch einen Anteil an einer größeren Photovoltaik- oder Windenergieanlage geschehen.
    100 % Erneuerbare Energien sind möglich, wie Studien belegen (siehe dazu „Themen/Erneuerbare Energien/100 % Erneuerbare Energien“).
    Wenn Menschen nicht wahrhaben wollen, dass 100 % Erneuerbare Energien möglich sind, sagen sie indirekt, dass mit dem Versiegen der fossilen Energiequellen unsere Zivilisation endet.

    Das Bundesumweltministerium stellt in seiner Pressemitteilung vom 24.03.2010 fest: „Erneuerbare Energien ... Anteil am Endenergieverbrauch (Wärme, Strom Kraftstoffe) erstmals über 10 Prozent“. Dabei handelt es sich um Energie, die bezahlt wird. In Wirklichkeit ist der Anteil Erneuerbarer Energien viel, viel höher. Volker Quaschning denkt da quer und spricht von Soda-Energie ( http://www.volker-quaschning.de/artikel/SoDa-Energie/index.php ), also Energie, die sowieso da ist. Er behauptet, dass wir bereits jetzt 99 % Sonnenenergie nutzen.Weitere Infos unter http://www.volker-quaschning.de/publis/vortraege/Vortrag_Stiftung-Brandenburger-Tor_2009.pdf

     

Im Haushalt - Kleinvieh macht auch Mist

Für Energiesparen ist nur wenig Verzicht nötig, sondern konsequentes Handeln im Alltag.

Die meisten Energiespartipps sind seit Jahrzehnten bekannt, eine sehr gute Auflistung finden Sie auf der Seite der BN Kreisgruppe Schweinfurt.

Natürlich ist der Beitrag des einzelnen Haushaltes nicht riesig. Jedoch bedeutet jede Kommastelle bei der Temperaturerhöhung durch den Klimawandel, dass Menschen sterben, dass Gegenden der Erde unbewohnbar werden und dass es viel schwieriger wird, das Rad zurückzudrehen. Jedes 10tel Grad weniger zählt! Fangen wir bei uns zu Hause an, es geht ganz leicht, z.B. Stromsparen: Ausschalten, sinnvoll einsetzen, Bündeln von Arbeiten, sparsame Geräte, Beleuchtung bedarfsgerecht und nicht zur Gestaltung.

 

Essen und Trinken - Energie für uns

Was wir essen und trinken, trägt zu unserer eigenen Energieversorgung bei. Dabei sollten wir nicht an der Qualität sparen, sondern auf die Mengen, die Herkunft und die Verarbeitung achten.

Ein erheblicher Anteil an Energieverschwendung steckt im Fleisch. Daher ist eine Ernährung ohne oder mit weniger Fleisch ein einfacher Schritt, um ganz viel Energie zu sparen.

Bioanbau ist regionaler und mit weniger synthetischen Stoffen belastet. Zwar brauchen die Landwirte manchmal mehr Treibstoff für mechanische Arbeitsschritte, ein riesiger Energieverbrauch steckt aber im künstlichen Dünger und in Spritzmitteln. Die chemische Industrie ist ein gigantischer Energiefresser, je weniger Spritzmittel um so weniger Energieverbrauch.

Transportwege sollten möglichst kurz sein: regionales Gemüse und Obst statt Tropenfrucht und Flug-Lebensmittel. Selbst mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren oder den ÖPNV nutzen.

Verpackungen sparen: Mehrweg, regionale Lebensmittel, Leitungswasser, wenig hoch verarbeitete Lebensmittel (Fast food)

Verarbeitung sparen: Energie ist versteckt in den Lebensmitteln. Getrocknete Chips, Kartoffelteigpulver oder Lebensmittel mit vielen verschiedenen Zutaten sind Energiefresser. Reine Lebensmittel verwenden: Naturjoghurt mit frischen Früchten, frische Kartoffeln, Pizza selbst backen.

Aufbewahrung: Tiefkühlen ist praktisch, aber extrem energieaufwändig. Einkochen in ein Weckglas, in kühlen Ecken in der Wohnung aufbewahren. Nur das kaufen, was man braucht. Reste schnell verwerten.

Hier gibt es genauere Infos.

 

Warm und wohlig- zwischen zu heiß und zu kalt

Menschen brauchen passende Temperaturen, um sich wohl zu fühlen (wie alle Lebewesen). Die Sommer werden heißer, die Klimaanlagen boomen. Im Winter wollen viele Menschen Sommer im Wohnzimmer haben.

Hier muss ein Umdenken stattfinden. Aber auch hier kann man schon sparen, ohne zu frieren. Die Heizanlage sollte effizient und auf dem neuesten Stand sein. Wärmepumpen in Kombination mit PV funktionieren gut, Thermostatventile an Heizkörpern sind wirksam. Nachtabsenkung und dickere Bettdecke führen zu gesünderem Schlaf.

Aber auch die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C bringt 6 % Energieeinsparung. Man muss nicht im Winter kurzärmelig im Wohnzimmer sitzen, ein Pullover ist da hilfreich.

Räume, die nicht zum Aufenthalt genutzt werden, können dauerhaft kühler gehalten werden. Dort entsteht auch keine Feuchtigkeit, Türen geschlossen halten.

Isolierung ist allerdings das Beste, was einem Haus passieren kann. Nicht jedes Haus kann perfekt isoliert werden, aber viele Häuser können verbessert werden. Das hilft dann auch gegen die Hitze im Sommer. Elektrische Kleinheizgeräte sind ineffizient und belasten die Stromnetze. Man kann damit weder Strom, noch Heizenergie oder Geld sparen.

Weitere Informationen

Von A nach B - Mobilität und Energie

Ein Hauptverursacher des menschengemachten Klimawandels ist der Verbrennungsmotor. Damit ist es ganz einfach: Jeder nicht gefahrene Kilometer ist aktiver Klimaschutz.

Wie kann das gehen, ohne deutlichen Verlust an Lebensqualität? Erst denken, dann (Auto-) fahren.

  • Einkäufe bündeln, statt für jedes Brötchen einzeln zu fahren
  • Fahrgemeinschaften bilden
  • Auto mit ÖPNV verbinden (auf dem Land leider manchmal nötig)
  • leichter fahren: kleines Alltagsfahrzeug, möglichst elektrisch, und bei Bedarf großen Transporter mieten, statt ständig mit SUV die Handtasche zu transportieren und Parkraum zu verbrauchen
  • technisch einwandfreier Zustand des Fahrzeugs
  • langsamer fahren: Bewegungs- Energie und der Luftwiderstand gehen quadratisch mit der Geschwindigkeit hoch (http://spare-benzin.de/Fahrphysik/Luftwiderstand/Luftwiderstand.html)
  • Reifen aufpumpen: Der Rollwiderstand ist sehr energiefressend, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten

Dann gibt es da noch die Möglichkeit, das Auto stehenzulassen. Das ist für viele Menschen ein Gewinn an Lebensqualität. Lärm und Dreck entstehen nicht, der eigene Körper wird durch Bewegung gesünder und das gute Gewissen steigert ebenfalls das Wohlgefühl. Dorfläden, lokale Einkaufsmöglichkeiten und Kontakt zu Mitmenschen erfreuen die gesamte Wohnsiedlung. Vor allem in der Stadt ist vieles ohne Auto möglich, Carsharing hilft bei größeren Transportaufgaben.

Entfernungen bis 2 km zu Fuß, Entfernungen je nach Sportlichkeit bis 10/20 km mit dem Fahrrad. Mit Strom sind auch bis 30 km einfache Strecke machbar. Größere Entfernungen mit Kombination von Fahrrad und ÖPNV.

Ausgenommen sind natürlich Menschen mit Beeinträchtigungen gesundheitlicher Art!

Und der Strom fürs E-Bike, der böse Akku? Das Auto wiegt etwa 2 t, besteht aus vielen edlen und seltenen Stoffen, giftigen Bestandteilen, muss gebaut und entsorgt werden, und verbrennt fossile Energieträger: ein unglaublicher Energieverbrauch. Das E-Bike wiegt etwa 30 kg, kann in vielen Haushalten ein Auto ersetzen und kann problemlos in Sonnenstunden über Mittag tanken, wenn zu viel Strom im Netz ist.

Urlaub - Erholung für Reiche, Belastung für die restliche Welt

Es gibt kein angeborenes Anrecht auf Weltreisen, Fliegen zum Spaß oder Luxushotel-Aufenthalte auf der anderen Seite der Erdkugel. Ein größerer Teil unserer eigenen Bevölkerung kann sich ebenfalls keine Fernreisen leisten, nur die oberste Einkommensschicht jettet um die Welt. Unser Reiseverhalten hat oft schlimme Auswirkungen auf die Länder, in denen meist kein Einwohner jemals reist. Fliegen ist die energieaufwändigste Fortbewegung überhaupt (auch im Tierreich).

Urlaub kann energiesparend erlebt werden: Mit der Bahn, mit dem Rad und/oder in der näheren Umgebung.

Fernreisen sollten nie kurzzeitig sein, vor Ort auf die dortigen Gepflogenheiten geachtet werden und mit möglichst wenigen Schäden verbunden sein. Flugreisen sind zu vermeiden, wo immer es möglich ist.

Weitere Infos