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Pressemitteilungen der Kreisgruppe

Hier veröffentlichen wir unsere Texte, die wir an die Presse schicken, im Original. Ein weiterer Klick öffnet bei längeren Mitteilungen das vollständige Dokument als PDF.


Spendensammlungen: Kröten sammeln für Bayerns Natur

5.5.22

BN startet Sammelwoche für 2022. Vom 9. bis 15. Mai gehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von Haustür zu Haustür und bitten um Spenden für den BUND Naturschutz in Bayern. 

 

Das Geld wird auch im wörtlichen Sinne für Kröten verwendet. Frösche, Molche und Kröten haben Hilfe dringend nötig. Denn bei ihren Frühjahrswanderungen würden sonst viele von ihnen überfahren werden. Die freiwilligen Helfer des BUND Naturschutz bauen Schutzzäune auf und helfen den Tieren über die Straßen.

Es ist die größte derartige Aktion im Umwelt- und Naturschutzbereich in Bayern. Die Spendengelder werden vor allem für Projekte im Landkreis eingesetzt, wie für Artenschutzmaßnahmen, für den Ankauf ökologisch wertvoller Grundstücke, aber auch für den Einsatz bei der Verhinderung von Natur-zerstörenden Straßenbauprojekten oder Gewerbegebietsplanungen. Neben dieser klassischen Naturschutzarbeit werden Umweltbildungsangebote für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene finanziert. In der Geschäftsstelle der Kreisgruppe in Winkelhaid werden ökologische Kindergeburtstage angeboten. Bayernweit wird das Engagement für Energiewende und Klimaschutz finanziert.

„Denn nur wer finanziell unabhängig ist, kann offen für das Lebensrecht aller Tiere und Pflanzen und für die Bewahrung der einmaligen Naturlandschaften Bayerns eintreten – auch zum Schutz von uns Menschen“ betont Herbert Barthel, Vorsitzender der BUND Naturschutz Kreisgruppe Nürnberger Land. Unterstützt bei der Sammlung wird der BUND Naturschutz von vielen Schülern, die mit original BUND Naturschutz-Unterlagen und -Sammelausweis an der Haustüre und auf der Straße unterwegs sind. Der BUND Naturschutz bittet die Bevölkerung, die Spendensammler*innen nicht abzuweisen, sondern deren ehrenamtliches Engagement zu belohnen. Auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt. Spenden können auch direkt auf das Spendenkonto der BUND Naturschutz Kreisgruppe Nürnberger Land mit dem Vermerk „Naturschutz“ eingezahlt werden.

Sparkasse Nürnberg, IBAN: DE34 7605 0101 0190 0016 36.

Auch online sind Spenden möglich: https://www.bund-naturschutz.de/spenden-helfen


Wer sich selbst bei der Sammelwoche für die Natur engagieren oder mehr über die Arbeit des BUND Naturschutz wissen möchte, kann weitere Informationen über das Büro der Kreisgruppe Nürnberger Land anfordern. Bei der Kreisgruppe können sich auch alle melden, die sich selbst gerne für den Erhalt der bayerischen Natur und für eine lebenswerte Umwelt engagieren möchten.


Mitmachprojekt #Krautschau: Was wächst zwischen den Pflasterfugen?

19.04.22

Die #Krautschau ist eine Mitmachaktion, die das Bewusstsein für unsere wilden Pflanzen in der Stadt und im Siedlungsbereich stärken soll. Dabei werden Pflanzen, die zwischen Pflasterfugen oder Mauerritzen wachsen, bestimmt und mit Kreide markiert. Die Aktion wird bayernweit durch den BUND Naturschutz begleitet.

 

Was wächst eigentlich zwischen unseren Pflasterfugen und Mauerritzen? Die wenigsten Menschen wissen das. „In den Pflaster-Ritzen der weitgehend versiegelten Stadt- und Siedlungsbereiche wachsen jede Menge Wildpflanzen, die sehr wichtig für unser städtisches Ökosystem sind“, erläutert Herbert Barthel, Vorsitzender der Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz. Die grünen Fugen sind nämlich nicht nur schön, sie nehmen auch Regenwasser auf und binden Staub. Jede Pflanze trägt zur Artenvielfalt bei und ihre Blüten liefern Nektar und Pollen für Insekten. Die Pflanzenwurzeln schaffen winzige Mikrohabitate, in denen Asseln, Würmer, Weberknechte, Spinnen, Käfer und Schnecken leben, die wiederrum Nahrung für Vögel und Igel sind. Aus diesem Grund ruft der BUND Naturschutz erstmals zur #Krautschau auf. „Die Aktion ist eine hervorragende Möglichkeit, unseren Wildpflanzen im urbanen Raum eine Stimme zu geben“, so Barthel.

Mitmachen kann jeder – so geht’s

Überall dort, wo Flächen versiegelt sind, leben Pflanzen unter Extrembedingungen und kaum jemanden fällt das auf. Die #Krautschau soll das ändern. Und so geht’s: Bei einem Spaziergang werden die entdeckten Fugen-Pflanzen bestimmt und mit (abwaschbarer) Kreide der Name danebengeschrieben. Helfen können dabei Bestimmungsbücher oder die kostenlose Smartphone-App FloraIncognita. „Mit diesem Straßengraffiti werden dann auch andere Menschen auf die wilde Schönheit am Straßenrand aufmerksam – zumindest bis zum nächsten Regen“, so Barthel. Und das Beste daran: Es macht nicht nur Spaß, man wird bereits nach kurzer Zeit zum richtigen Artenkenner! Aber Achtung: Sicherheit geht vor. Der BUND Naturschutz bittet alle Teilnehmer*innen, keine Pflanzen an befahrenen Straßen zu bestimmen.

Bundesweiter Aktionstag

Die #Krautschau ist eine Aktion, die das ganze Jahr durchgeführt werden kann. Zusätzlich lädt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gemeinsam mit dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. zu einem bundesweiten Krautschau-Aktionstag ein. Dieser findet dieses Jahr am 22.05.2022 statt, dem internationalen Tag der biologischen Vielfalt. Wer sich an lokalen Aktionen beteiligen möchte, kann sich gerne an die Kreisgruppe des BUND Naturschutz im Nürnberger Land wenden.

„Je mehr Aufmerksamkeit die Pflanzen bekommen, umso besser. Vielleicht schaffen wir es dadurch, mehr Menschen für die Natur zu begeistern“, hofft Barthel.

Idee stammt ursprünglich aus Frankreich

Um mehr Bewusstsein für unsere Wildpflanzen auf Gehwegen zu schaffen, hatte der französische Botaniker Boris Presseq bereits 2019 den Einfall, Mauerritzen- und Pflasterfugenpflanzen zu bestimmen und deren Namen mit Kreide auf Straßen zu schreiben. Über Social Media und dem Hashtag #Morethanweeds wurde die Idee europaweit verbreitet und ist nun als #Krautschau in Deutschland angekommen.


BN-Mitmachprojekt: Frag den Vogelphilipp -Vogelstimmen lauschen und kennenlernen

28.03.22

Am 1. April startet der BUND Naturschutz (BN) mit seiner Vogelstimmen-Hotline. Wer wissen will, welche Vögel in seiner Umgebung singen, kann den Gesang mit dem Handy aufnehmen und über WhatsApp an den Vogelphilipp schicken. Rund 4.500 Vogelstimmen-Anfragen sind im vergangenen Jahr eingegangen. BN gibt zudem Tipps, wie man mehr Vogelarten in den Garten locken kann.

 

Über 250 Vogelarten sind in Deutschland als Brutvögel zu Hause, davon sind mehr als die Hälfte sogenannte Singvögel. In Wäldern, Gärten und Parks kann man sie sehen und vor allem hören. „Gerade im Frühling melden sich Singvögel lautstark zu Wort, um ihr Revier abzugrenzen und einen Partner anzulocken“, weiß Herbert Barthel von der Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz. Doch wer singt da genau? Das und mehr beantwortet im April der „Vogelphilipp“. Der Landshuter Ornithologe heißt eigentlich Philipp Herrmann und kennt die Vogelstimmen wie kein Zweiter. Er hilft den Gesang unserer heimischen Vögel zu erkennen, um damit ein Bewusstsein für die Vielfalt unserer Vogelwelt zu schaffen und die Artenkenntnis zu fördern. Jeder kann mitmachen: Einfach den Vogelgesang mit dem Smartphone über die Sprachnachrichtenfunktion von WhatsApp aufnehmen und an die Nummer +49 160 4424450 schicken. Der „Vogelphilipp“ hört sich jede einzelne Aufnahme genau an und gibt persönlich Bescheid, welcher Vogel singt. Oft gibt es sogar noch ein paar Zusatzinformationen über die Art und ihren Gesang als Dreingabe dazu.

 

Die häufigsten Vogelstimmen

 

Die häufigsten dreizehn Vogelstimmen kann man sich auf der Homepage des BN anhören. So kann jeder die Stimmen im Garten mit den Original-Stimmen der einzelnen Vogelarten vergleichen. „Das rhythmische Tschilpen von Haus- und Feldsperlingen lässt sich leicht aus den anderen Stimmen heraushören. Auch das typische zizizidä, zizizidä der Blaumeise ist einfach zu erkennen. Ihre feine hohe Stimme ist gut von der Kohlmeise zu unterscheiden. Schwierig dagegen sind die verschiedenen Nachahmungen der Stare. Die haben nicht nur eine Strophe drauf, sondern können viele andere Vogelarten imitieren. Doch wer genau hinhört, erkennt den Star trotzdem an seinen harmonischen, abwechslungsreichen Melodien“, erklärt Barthel.

Die Vogelstimmen zum Nachhören und weitere Infos zu den häufigsten Vögeln gibt es hier: www.bund-naturschutz.de/gefiederte-freunde


Im letzten April haben bei dem Projekt über 2000 Menschen mitgemacht und 4500 Vogelstimmen an die Vogelstimmenhotline gesandt. Darunter waren 89 unterschiedliche Vogelarten und auch seltene Arten wie Schwarzstorch, Wiedehopf oder Doppelschnepfe. Besonders häufig wurden gehört (in dieser Reihenfolge): Kohlmeise, Amsel, Buchfink, Mönchsgrasmücke und Kleiber.

Vogelfreundlicher Garten

 

Naturschutz beginnt vor der Haustüre. Vögel in den Garten zu locken ist nicht schwer. Sie brauchen Nahrung, Wasser, Nistmöglichkeiten, Schutz und Deckung. Werden diese Grundbedürfnisse erfüllt, ist es ein Leichtes im eigenen Garten den Gesängen unserer gefiederten Freunde zu lauschen. „Wer sich für eine naturnahe Gartengestaltung mit vielen Strukturen wie zum Beispiel beerentragende Gehölze, heimische Blühpflanzen oder auch Totholz entscheidet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz“, wirbt Barthel. https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/natuerlich-gaertnern

 

Dem Heimatsound lauschen: Dawn Chorus

 

Passend zum BN-Projekt Vogelstimmenhotline findet auch das Citizen Science Projekt Dawn Chorus statt, welches der BN unterstützt: Menschen aus aller Welt sind aufgerufen, an einem beliebigen Tag im Mai zwischen Morgendämmerung und Sonnenaufgang die Vogelstimmen vor der eigenen Haustür eine Minute lang mit der kostenlos verfügbaren Dawn Chorus – App aufzunehmen. Die Aufnahmen werden weltweit kartiert und ergänzen eine wissenschaftliche Datenbank zur Biodiversitätsforschung. Mehr Informationen darüber finden Sie unter: www.dawn-chorus.org.


Osterhase in Gefahr: Lebensraum des Feldhasen schwindet

28.03.22

Der Legende nach versteckt „Meister Lampe“ an Ostern die bunten Eier. Noch. Schwindende Lebensräume, Mangel an Kräutern und zunehmender Verkehr machen dem Feldhasen zu schaffen. Beim Ostereinkauf kann jeder helfen.
 
Der Feldhase fühlte sich eigentlich mal wohl in der Agrarlandschaft. Heute ist er wie viele andere Arten der Feldflur ein seltener Anblick geworden und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Er braucht artenreiche Kräuter-Nahrung sowie Verstecke vor Fressfeinden und für die Jungenaufzucht. In der intensiv genutzten Agrarlandschaft ist beides selten geworden. Dazu kommen noch die Gefahren durch Straßen und zunehmenden Verkehr sowie generell abnehmender Lebensraum durch Siedlungen und Gewerbegebiete.

„Der Feldhase ist ein Kräuterspezialist. Doch die sind in der intensiven Landwirtschaft selten geworden“, unterstreicht Herbert Barthel der BN-Kreisgruppe Nürnberger Land. „Um einen weiteren Rückgang der Hasenbestände zu vermeiden, brauchen wir den Erhalt und die Aufwertung der Landschaft mit blütenreichen Wiesen, Rainen, Säumen, Versteckmöglichkeiten wie alten Heckenbeständen und Brachflächen sowie einen Biotopverbund zur Vernetzung der Lebensräume“, fordert Barthel. Davon würden auch viele andere Arten der Agrarlandschaft wie Goldammer, Kiebitz, Grasfrosch oder viele Insektenarten profitieren. Der Biotopverbund auf 15 Prozent der Offenlandfläche ist seit dem erfolgreichen Bienen-Volksbegehren im Bayerischen Naturschutzgesetz verankert und seine Herstellung bis 2030 gesetzliche Pflicht. „Leider hapert es bei der Umsetzung des Volksbegehrens besonders im Bereich Biotopverbund – hier passiert bei uns noch viel zu wenig“, kritisiert Barthel.

Kritik übt die BN-Kreisgruppe auch am nach wie vor hohen Flächenverbrauch im Landkreis, der die Lebensräume nicht nur des Feldhasen laufend einschränkt.

Aber auch jeder Einzelne kann beim Ostereinkauf Gutes tun. „Wer sich jetzt über Schoko-Osterhasen und bunte Ostereier freuen will, sollte Erzeugnisse aus ökologischem Landbau oder lokalen Naturschutzprojekten nachfragen. Bio fair-trade Schokolade schützt vor Pestizideinsatz. Auch bei bunten Ostereiern sollte man nicht auf Käfigeier hereinfallen, denn bei den gefärbten Eiern muss die Haltungsform nicht gekennzeichnet sein“, erklärt Barthel. Der BN empfiehlt, Eier aus ökologischer Haltung zu kaufen (Stempelkennzeichnung 0 auf dem Ei) und selbst zu färben.

Der Feldhase ist ein Tier mit beeindruckenden Fähigkeiten: Er ist ein Meister der Tarnung mit hervorragendem Gehör. Durch seine langen, kräftigen Hinterbeine ist der Feldhase sehr flink: Auf der Flucht erreicht er Geschwindigkeiten von etwa 50 km/h, kurzzeitig sogar bis zu 70 km/h – das ist schneller als ein Rennpferd im Galopp! Dabei schlägt er 90-Grad-Haken und kann bis zu drei Meter hoch und sieben Meter weit springen. Um die Damen zu beeindrucken, liefern sich die männlichen Hasen in der Paarungszeit spektakuläre Boxkämpfe und Wettrennen. Übrigens: Vom Wildkaninchen kann man den Feldhasen durch seine deutlich größeren Ohren unterscheiden.

 


Schädliche Palmsonntags-Tradition: Weidenkätzchen nicht abschneiden

25.3.22

Palmkätzchen, auch Weidenkätzchen genannt, sind im Frühling und zur Osterzeit als Deko beliebt. Auch Wildblumen für einen schönen Strauß abzuschneiden ist verlockend, damit schadet man aber Bienen und anderen Insekten.

Die Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz in Bayern bittet gerade im Frühling um Rücksicht auf die Natur: „Wildbienen und Schmetterlinge brauchen im Moment jede Nahrungsquelle. Die blühenden Weiden oder Schlüsselblümchen sind mit ihrem Pollen und Nektar in dieser noch blütenarmen Zeit ganz wichtig“, appelliert Herbert Barthel, Vorsitzender der Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz. „Genießen Sie die Schönheit der aufblühenden Natur und das Brummen und Summen an den Kätzchen am besten in der Natur.“

Etliche blühende Weidenarten sind für die Insekten, die schon unterwegs sind, eine wichtige Nahrungsquelle. In der freien Landschaft blühen ansonsten noch nicht allzu viele Pflanzenarten. Insbesondere die Bienen brauchen nach dem harten Winter dringend Energie für den Aufbau der Bienenvölker. Eine der wichtigsten Nahrungsquellen zu Frühlingsbeginn sind dabei die Weidenkätzchen, die bei uns gerne zum Palmsonntag geschnitten werden. Weidenblüten haben einen hohen Nährwert und versorgen die hungrigen Insekten mit wertvollem Eiweiß und Fetten. Auch Hummeln, Käfer, Schmetterlinge und andere Insektenarten und sogar einige Vogelarten wie der Zilpzalp oder Meisen nutzen sie als Nahrung.

Für Ostersträuße sollte man also von der beliebten Salweide oder anderen Wildblumen absehen. Auch wenn das Mitnehmen kleiner Mengen von Wildblumen grundsätzlich erlaubt ist, appelliert der BN eindringlich, die Pflanzen in der Natur zu lassen (genauere Info siehe unten).

Um Wildbienen und andere Insekten zu schützen, sollte man für den Osterstrauß auf Forsythien zurückgreifen, so der Rat der BUND Naturschutz-Kreisgruppe Nürnberger Land: " Für die Wohnung können Zweige der Forsythien aufgestellt werden. Denn deren Blüten produzieren weder Nektar noch Pollen und liefern somit für Wildbienen und andere Insekten keine Nahrung", erklärt Barthel.

Auch Gartenbesitzer können viel für Insekten tun: Pflanzen Sie verschiedene heimische Sträucher und Kräuter, die möglichst weit über das Jahr verteilt blühen und Nektar und Pollen bieten. Im Frühjahr bieten neben Weiden zum Beispiel Schlüsselblumen, Lungenkraut, Lerchensporn oder Sträucher wie die Kornelkirsche und die Schlehe für Insekten wichtige Nahrung.

Hintergrund zur Rechtslage:
Nach Art. 16 (1) des Bayerischen Naturschutzgesetzes (Schutz bestimmter Landschaftsbestandteile) ist es verboten, „Hecken, lebende Zäune, Feldgehölze oder -gebüsche einschließlich Ufergehölze oder -gebüsche zu roden, abzuschneiden, zu fällen oder auf sonstige Weise erheblich zu beeinträchtigen“. Erlaubt ist lediglich ein schonender Form- und Pflegeschnitt zur Beseitigung des Zuwachses. „Erhebliche Beeinträchtigungen” sind nach der Rechtsprechung mehr als bloß “geringfügige Beeinträchtigungen”. Man darf also ein paar Äste abschneiden, aber auch nicht mehr.
Zudem gilt das generelle Verbot des Bundes-Naturschutzgesetzes, §39 (1), wonach es verboten ist, in mehr als geringen Mengen „wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten.“ (Handstrauß-Regelung). Für Gehölze gilt zudem §39 (5): „Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen


Vorfrühling im Garten: Frühjahrsputz kann noch warten

25.03.22

Die Tage werden länger und wärmer und die ersten Vorfrühlingsboten werden sichtbar. Blühende Blumen und Hecken kündigen nicht nur die neue Jahreszeit an, sondern spielen auch für Bienen und Vögel eine wichtige Rolle. Der BUND Naturschutz gibt Tipps für einen naturfreundlichen Garten zu Beginn des Frühlings.

Der große Frühjahrsputz im Garten sollte noch warten, betont die BN-Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz. „Insekten brauchen die Laubschicht auf dem Boden, die sie vor kalten Nächten schützt, denn: der Spätfrost kommt bestimmt! Außerdem werden bei einem zu frühen Rückschnitt der Pflanzen und dem Entfernen des Laubes alle darin überwinternden Insekten mitentsorgt“, beklagt Herbert Barthel, Vorsitzender des BUND Naturschutz der Kreisgruppe Nürnberger Land.

„Alte Blütenstauden und vertrocknete Gräser schützen das junge Grün vor den gefährlichen Spätfrösten“, so Barthel weiter. „Ebenso befinden sich noch viele Insekten gut geschützt unter der Streuschicht im Boden oder in hohlen Ästen und Pflanzenstängeln. Ein großangelegter Frühjahrsputz schadet deshalb der Artenvielfalt im Garten. Besser ist es, bestimmte Pflanzen individuell zu pflegen und mit dem schonende Rückschnitte abgestorbener Pflanzen erst zu beginnen, wenn es längere Zeit konstant warm ist.“ Viele Wildbienen und die ersten Hummeln sind bereits unterwegs und gehen auf Futtersuche. Wichtige Quellen für Pollen und Nektar sind derzeit Huflattich, Schlüsselblumen, Krokusse und Winterlinge. Auch Sträucher und Bäume wie Haselnuss, Kornelkirsche und einige Weidenarten blühen bereits und sind bedeutende Futterpflanzen, die in keinem Garten fehlen sollten. Mit dem Vorfrühling kommen auch die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück und erkunden mögliche Nistplätze. Ältere Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken mit Schlehen, Wildrosen und Weißdorn bieten ideale Brutmöglichkeiten. Fehlen diese Strukturen, kann man zumindest den Höhlenbrütern mit einem Nistkasten helfen. Aber Achtung: Nicht jeder Kasten passt! Jede Vogelart hat andere Ansprüche und bevorzugt bestimmte Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. „Neben den Standard-Meisenkästen ist es auch sinnvoll, spezielle Nisthilfen für Gebäudebrüter, Gartenschläfer oder Fledermäuse anzubieten“, empfiehlt Barthel.

Hätten Sie es gewusst? Mit über zwanzig Millionen Gärten in Deutschland haben Gartenbesitzer ein riesiges Potential, Natur zu schaffen und so die Biodiversität zu fördern. Jeder Garten kann zu einem kleinen Biotop werden, das durch Pflanzenvielfalt Vögel, Kleintiere und Insekten anlockt und ein dauerhaftes Zuhause verspricht. Mehr Informationen finden Sie in unserem Öko-Tipp „Bienenfreundlicher Garten“, zu finden unter https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/bienenfreundlicher-garten


Auf die Straße für mehr Klimaschutz und Frieden - Klimademo am 25. März

18.03.22

 

Die Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz ruft gemeinsam mit Fridays for Future zum globalen Klimastreik auf. Demonstrationen und Aktionen sind in ganz Bayern geplant.

Anlässlich der 100-Tage-Bilanz der neuen Bundesregierung steht die Klimademo diesmal unter dem Motto „Reicht halt nicht“. „Die neue Bundesregierung ist mit durchaus ambitionierten Klimazielen gestartet. Nach 100 Tagen im Amt gilt es nun, ein erstes Zeichen zu setzen und die Ampel an diese Ziele zu erinnern. Mehr noch: Die anvisierten Maßnahmen reichen nicht aus, um uns schnell aus der Abhängigkeit von Autokraten und ihren fossilen Brennstoffen zu befreien und die Klimakrise schnellstmöglich und effektiv zu bekämpfen“, stellt Herbert Barthel fest, Vorsitzender der Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz. 

Deshalb steht der Klimastreik dieses Mal auch ganz unter dem Zeichen des Krieges in der Ukraine. „Klimaschutz und Frieden sind eng verzahnt. Wir solidarisieren uns mit den Menschen in der Ukraine! Der Krieg wirkt wie ein Brennglas auf die langjährig verfehlte und rückwärtsgewandte Energiepolitik der Regierung: Statt flächendeckender, dezentraler Energieversorgung in Bürger*innen-Hand aus Erneuerbaren Energien haben wir unnötigerweise auf Gas, Kohle und Öl gesetzt“, unterstreicht Barthel. „Die Regierung muss handeln: Wir brauchen eine Energie-, Verkehrs- und Wärmewende als Teil der sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft!“

Der aktuelle IPCC-Bericht zeigt einmal mehr, wie dramatisch der Einfluss des Klimawandels bereits heute für Ökosysteme und Biodiversität, aber auch uns Menschen und Gesellschaften, bereits ist.


Die Klimademo findet in verschiedenen Städten in ganz Deutschland und Bayern statt, unter anderem in Berlin und München. In der Region sind Aktionen in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Roth geplant.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Bündnisses: www.klima-streik.org


Weltwassertag am 22. März

18.03.22

Wasser steckt überall drin - So gehen wir sparsam damit um

Der Verbrauch von Wasser steckt in unseren Lebensmitteln, in unserer Kleidung und sogar im verbrauchten Strom. Die BUND Naturschutz Kreisgruppe im Nürnberger Land gibt Tipps zum Wassersparen. Regionale Lebensmittel kaufen, bei Konsumgütern auf entsprechende Gütezeichen achten. Wasser sparsam verwenden, Hausbesitzer können Regenwasser nutzen.

Die Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz in Bayern ruft anlässlich des Weltwassertages am 22. März die Bevölkerung auf, sparsam mit dem kostbaren Gut umzugehen und gibt entsprechende Tipps. „Durch den Klimawandel und vermehrte Trockenperioden haben wir auch in Bayern teilweise mit Wasserknappheit zu kämpfen. Sichtbar wurde dies bei uns zum Beispiel in den trockenen Jahren 2018 und 2019, als der Bitterbach in der Bitterbachschlucht bei Lauf nahezu völlig trocken fiel. Auch bei uns ist es also notwendig, und wird notwendiger werden, sparsam mit Wasser umzugehen. Der mit Abstand größte Teil unseres Verbrauchs entfällt allerdings auf unsere Lebensmittel und Konsumgüter“, betont Herbert Barthel, Vorsitzender der Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz.

Um eine Getränkedose herzustellen, braucht es rund 25 Liter Wasser. In einem Kilogramm Import-Tomaten stecken etwa 40 Liter Wasser, in einem Kilogramm Papier 250 bis 700 Liter, in einem Kilogramm Rindfleisch 5.000 Liter und in einem Auto bis zu 20.000 Liter.

„Wer den sparsamen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft fördern will, sollte möglichst Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Produktion kaufen. Denn der Vormarsch von wasserintensiven Anbaumethoden sowie der Fleischproduktion führt gerade in wasserärmeren Ländern des globalen Südens zum Absinken des Grundwasserspiegels und damit zu Bodenerosion, Versalzung und Versteppung. Hinzu kommen Belastungen des natürlichen Wasserhaushalts durch giftige Düngemittel und Pestizide“, erklärt Barthel. „Aber auch bei uns ist es absehbar, dass die Landwirtschaft zunehmend Auswirkungen auf das Grundwasser haben wird.“

Auch Strom sparen hilft, den Wasserverbrauch zu senken. Ein großer Teil des Wassers in Deutschland wird nämlich zum Kühlen in Wärmekraftwerken genutzt.

Bei Konsumgütern weisen Gütezeichen wie der Blaue Engel auf wasser- und umweltschonende Waren, wie zum Beispiel Recyclingpapier aus 100 % Altpapier statt umweltbelastender Holzfrischfaser-Papiere hin. Viele Produkte beinhalten sowohl große Mengen “verstecktes” Wasser wie auch „graue Energie“ aus ihrem Herstellungsprozess. So steckt etwa in einem Kilogramm Recyclingpapier aus 100 % Altpapier mit dem Blauen Umweltengel bis zu 60 % weniger Wasser als in Holzprimärfaser-Papier. Neben dem weitaus geringeren Wasser- und Energieverbrauch weist Recyclingpapier auch eine geringere Abwasserbelastung bei der Herstellung auf.

Auch beim „normalen“ Wasserverbrauch im Haushalt gibt es viel Einsparpotential. „Dass Duschen deutlich wassersparender ist und mindestens drei Mal weniger Wasser verbraucht als Baden, dürfte bekannt sein“, so Barthel. „Und die Start-Stopp-Taste an der Klospülung ist mittlerweile ja zum Glück auch Standard. Unser Regenwasser wird allerdings immer noch viel zu wenig genutzt. Für Gartenbesitzer sollte die Regentonne obligatorisch sein, um Regenwasser zumindest für die Pflanzenbewässerung im Garten zu nutzen.“

Man kann das Regenwasser aus Zisternen im Gebäude oder ohne Raumverlust versenkt im Garten zusätzlich auch für den Haushalt nutzen. Mit einer entsprechenden Pump- und Filtertechnik kann damit die Klospülung aber auch die Waschmaschine betrieben werden. Wer eine Regenwasserzisterne nutzen möchte, sollte sich auch an seine Kommune wenden, oftmals gibt es Zuschüsse beim Bau von Regenwasseranlagen - sofern sie mit getrennten Leitungen und einer Überlaufleitung gebaut und abgenommen werden.


19.02.22

 

Seit zwei Jahren sammelt der BUND Naturschutz mit Hilfe der Bürger*innen Daten über Eichhörnchen. Über 27.600 Eichhörnchen wurden in Bayern seitdem gemeldet, davon rund 700 in Nürnberger Land. Das Projekt bestätigt, dass die Fellfarbe nicht nur genetisch vorgegeben ist, sondern auch Anpassung an die Umgebung sein kann. Die meisten Eichhörnchen wurden in Grünanlagen gesichtet.  Das Projekt läuft weiter, die besten Beobachtungschancen hat man jetzt!


Im Frühjahr 2020 startete der BUND Naturschutz das großangelegte Bürger*innen-Forscherprojekt „Eichhörnchen in Bayern“. Interessierte können seither über eine App oder die BN-Homepage melden, wann und wo sie Eichhörnchen entdeckt haben und Merkmale angeben. Bis zum Herbst 2021 kamen so über 21.600 Meldungen mit insgesamt 27.600 Tieren zusammen. Allein im Nürnberger Land wurden seit dem Projektstart knapp 700 Tiere gemeldet. „Das ist ein großartiges Ergebnis und zeigt, dass sich viele Menschen für Eichhörnchen begeistern“, erklärt Herbert Barthel von der BUND Naturschutz -Kreisgruppe Nürnberger Land. Die meisten Tiere wurden in Städten und Siedlungen gemeldet. Der Grund dafür ist einfach erklärt. „Die Nager lieben unsere kommunalen Grünanlagen mit altem Baumbestand und lassen sich dort besonders gut beobachtet. Das zeigt auch, wie wichtig naturnahe Räume in der Stadt und in den Kommunen sind. Sie bieten unzähligen Tieren Lebensraum und Nahrung. Mehr Baumbestände und Grün-Achsen in der Siedlung statt grauer Parkplätze oder Schotter-Gärten würden nicht nur Eichhörnchen und Co, sondern mit ihrer kühlenden Wirkung auf das Lokalklima und hoher Aufenthaltsqualität auch den Menschen gut tun", so Barthel weiter.

 


18.02.22

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen werden jetzt bald aktiv und bauen Schutzzäune auf, um die Tiere vor dem Tod auf der Straße zu bewahren. Die bayernweite Aktion rettet jährlich 500.000 bis 700.000 Amphibien das Leben. Autofahrer aufpassen! Weitere Helferinnen und Helfer sind willkommen.


Ansteigende Temperaturen locken Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterquartieren. Darum werden nun bald von der BUND Naturschutz Kreisgruppe Nürnberger Land und ihren Ortsgruppen, unterstützt auch von Straßenbaubehörden, Gemeinden und dem Landschaftspflegeverein, an wichtigen Amphibienwandertrassen im Landkreis die Amphibienschutzzäune aufgebaut.
„Bis Ende April muss man auf unseren Straßen mit den Amphibien, und auch mit Menschen, die zum Schutz der Amphibien in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind, rechnen“, so Barthel. Im Kreisgebiet werden mit dem BUND Naturschutz Amphibienzäune bei Lauf, Altdorf, Hersbruck, Offenhausen, Burgthann, Feucht und Schnaittach errichtet, insgesamt 16 Schutzzäune mit ca. 2500 Meter Länge. Etwa 50 ehrenamtliche Helfer*innen des BUND Naturschutz betreuen über acht bis zehn Wochen lang die Übergänge. Im letzten Jahr konnten auf diese Weise durch den BUND Naturschutz etwa 4200 Erdkröten und andere Amphibienarten vor dem Tod auf den Straßen bewahrt werden.


Mehr über die Natur lernen – BN-Exkursionen und Vorträge laufen an

06.02.22

Auch in diesem Jahr will der BN wieder Wissen über die Natur vermitteln. In unserer heimischen Landschaft gibt es viel zu entdecken. Umweltbildung ist eine wesentliche Aufgabe des BUND Naturschutz. Daher bieten die Aktiven des BN rund um das Jahr verschiedene Aktionen an, bei denen man etwas zur Natur erfahren kann. Die öffentlichen Exkursionen und Vorträge sind für die TeilnehmerInnen kostenfrei, damit auch wirklich alle teilnehmen können. Es geht bereits in wenigen Tagen los. Die Exkursionen starten am 13.2. mit einem Familienspaziergang zum Thema Wolf in Altdorf, am 19.2. geht es um den Biber in Reichenschwand. Dazwischen beginnt am 17.2. digital der Bestimmungskurs, der diesmal in der Vorbereitung auf das Bronze -Abzeichen Feldbotanik der BANU/ANL steht. Im März geht es dann um die Amphibien und wir werden uns den Burgberg in Burgthann genauer ansehen. Im Laufe des Jahres kommen noch viele weitere Exkursionen dazu. Alle Termine sind auf unserer Internetseite zu finden: www.nuernberger-land.bund-naturschutz.de. Wir bitten um Anmeldung, da es wetterbedingt zu Verschiebungen kommen kann (anita.bitterlich@bund-naturschutz.de). Außerdem müssen die aktuell gültigen Coronaregeln beachtet werden.

 


19.01.22

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. verzeichnet einen neuen Mitgliederhöchststand.

Die Kreisgruppe des BUND Naturschutz im Nürnberger Land freut sich über viele Erfolge, über den Erhalt von über 50 Hektar Bannwald bei Röthenbach / Altendorf, über den Erhalt von 8 Hektar wertvollen Bannwalds bei Lauf / Letten und über die Rettung von sechs mächtigen, über 250 Jahre alten Eichen als Zeitzeugen und ökologischen Inseln in Hersbruck, sowie über die Möglichkeiten, aktive Aktionen in der Umweltbildung durchzuführen, trotz Pandemie.

Schwerpunkte in der Kreisgruppe im neuen Jahr 2022, wie auch schon im alten Jahr 2021, liegen im Kampf um eine neue Nachhaltigkeit bei der Planung eines ICE-Werks im Raum Nürnberg – mit echtem Wald- und Landschaftsschutz, im Kampf gegen drohende Naturzerstörung durch den Neubau der Juraleitung P53 – zukunftsfähiger wäre hier eine dezentral geplante Energiepolitik, und bei Aktionen zur Amphibienwanderungen im Frühjahr, bei Umweltbildung, Artenschutz, und Klimaschutz vor Ort.


Umweltbildung lernen – BN-Seminar für Interessierte

13.01.22

Die Kreisgruppe Nürnberger Land des BUND Naturschutz bietet seit vielen Jahren verschiedene Veranstaltungen für Schulklassen und Kindergärten und auch Kindergeburtstage an. Für diese vielseitigen Umweltbildungsthemen suchen wir aktuell wieder freiberufliche Mitarbeiter*innen, die diese Veranstaltungen durchführen. Um den Einstieg zu erleichtern, bieten wir am 20.1. und am 22.1. eine Fortbildung für Interessierte an. Bei einem digitalen Einführungsabend wird der Aufgabenbereich vorgestellt und es bleibt viel Zeit für Fragen. Am Samstag wird anschließend im Garten unserer Geschäftsstelle in Winkelhaid eine Geländeübung mit Spielen und Aktivitäten stattfinden. Wir freuen uns über weitere Bewerber*innen. Vorkenntnisse aus dem Bereich Pädagogik, Biologie oder verwandten Berufen sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Je nach Vorkenntnissen ist auch eine längere Einarbeitungszeit möglich. Wir bitten um Anmeldung unter anita.bitterlich@bund-naturschutz.de. Die Veranstaltungen sind kostenlos, über eine Spende.

 


17.12.21

 

Lebensräume dieser Libellenart sind heute selten und werden durch den Klimawandel immer seltener. Auch die zumeist naturfernen Flüsse in Bayern sind ein Problem für diese Art. Die Pechlibelle wechselt während ihres Lebens mehrfach das Aussehen. 

 

Der Bundesverband des BN (BUND) kürt zusammen mit der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) die Kleine Pechlibelle zur Libelle des Jahres 2022. „Die Kleine Pechlibelle gilt in Bayern nach der Roten Liste als gefährdet. Ihre oft nur pfützenartigen Lebensräume sind selten geworden oder treten nur unregelmäßig auf. Eine tiefgreifende Renaturierung der Fließgewässer und Auen und das Zulassen von Breit- statt Hochwasser und mehr Überschwemmungsflächen in den Fluss- und Bachauen würde dieser und ungezählten anderen Arten dauerhaft helfen“, so Herbert Barthel, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Nürnberger Land.