BN-Mitmach-Aktion: Vielen Dank für die Blumen!

Das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ ist nun schon über ein Jahr her. Hoffnung und Erwartungshaltung, dass sich schon bald in Städten und Gemeinden, in der Landschaft und vielleicht auch auf Privatflächen und in Gärten Veränderungen bemerkbar machen würden, waren hoch. Doch vielerorts erfolgt die Umsetzung noch langsam. Es braucht wohl einfach mehr Zeit, gewohnte Strukturen und Arbeitsweisen zu verändern, als viele Menschen, denen die Artenvielfalt am Herzen liegt, es sich wünschen würden.

Aber wir wollen nicht nur kritisieren, denn es gibt natürlich auch positive Beispiele, wie die Fotos zeigen (s.u.). Gemeinden, die die Art und Weise der Pflege auf den gemeindeeigenen Flächen, die letztendlich uns allen gehören, tatsächlich verändert haben. So bleiben wunderschön blühende Wegränder und Randstreifen stehen. Auch Naturgartenbesitzer*innen bieten mit naturnaher Gestaltung und Bearbeitung, mit heimischen Wildstauden, wilden Ecken, Naturhecken, blühenden Wiesenstreifen und vielleicht auch einem kleinen Gartenteich vielen Arten ein Zuhause.

Gibt es auch in Ihrer Nähe einen Garten oder eine Fläche, über die Sie sich freuen, weil es dort so schön und naturnah blüht und unsere heimischen Insekten dort Nahrung und Lebensraum vorfinden? Dann nutzen Sie unsere Postkarte für ein positives Feedback! Sagen Sie all den Menschen und Gemeinden, die sich bereits für unsere heimische Artenvielfalt einsetzen, ein ganz herzliches Dankeschön!

Es ist aber auch möglich, mit dieser Postkarte auf Flächen aufmerksam zu machen, die gerade schön blühen oder zu blühen beginnen, wo aber in den letzten Jahren in der Regel viel zu früh und zu oft gemäht und damit dem Blühen ein jähes Ende gesetzt wurde. Vielleicht kann die Postkarte dies heuer verhindern – das Dankeschön würde hier sozusagen im Voraus gelten!

Die Teilnahme an der Aktion ist ganz einfach: Entweder Sie werfen die Karte beim nächsten Spaziergang direkt bei der Gemeinde oder dem/der Naturgartenbesitzer*in den Briefkasten oder Sie schicken sie per Post.
Alternativ können Sie im Rahmen dieser Aktion natürlich auch per E-Mail, Facebook oder anderen Medien ein Feedback an die Gemeinde senden.

An folgenden Orten liegen die Postkarten zum Mitnehmen aus (weitere folgen demnächst):
- Hersbruck: Biomarkt, "GreenHorn" (ehem. Teeladen), Blumenladen "Fräulein Grün", Stadthaus
- Lauf: BN Service GmbH (Bahnhof Lauf links), Biomarkt
- Feucht: Ebl, Bücherei, Buchandlung Kuhn, Blumen-Stübchen, Heine am Markt (Schreibwaren)
- Altdorf: Ebl, Bio am Markt, Buchhandlung Lilliput
- Winkelhaid: BN-Geschäftsstelle


Wo sind die bunten Wegränder hin?

Entlang vieler Straßen und Wege werden die Böschungen zu häufig gemäht und das Mähgut oft auch liegen gelassen. Das hat zur Folge, dass kaum noch blühende Wegränder vorhanden sind. Viele Tiere brauchen jedoch gerade von Juni bis September ein Blütenangebot, da in dieser Zeit die Wiesen gemäht sind und kaum Nahrung vorhanden ist. Außerdem dienen die Wegränder als sicherer Wanderkorridor für Insekten, Igel, Amphibien und Vögel. Hier kann gerastet werden, es gibt Nahrung und das Tier ist vor Fressfeinden geschützt. Damit erfüllen die Wegränder eine wichtige Aufgabe bei der Verbindung von Lebensräumen.

Außerdem verschwinden Feldraine und Wegböschungen immer mehr aus unserer Landschaft. Schuld ist vor allem auch die Förderpraxis, die bei den Landwirten großen Druck aufbaut, sodass jeder mögliche Quadratmeter genutzt wird. Auch hier ist Überzeugungsarbeit notwendig.

Worauf ist beim Mähen zu achten?

Die Flächen sollten mehr als 10 cm über dem Boden gemäht werden. Das Mähgut muss ohne saugende Vorrichtungen abgetragen werden. Die Mähbreite sollte dem Sicherheitsbedarf angemessen klein bleiben.

Bester Mähzeitpunkt ist etwa 6 Wochen nach der ersten Wiesenmahd, da dann die Tiere genügend Ausweichraum finden. Außerdem können die Blumen dann Samen bilden. Ein weiterer Schnitt kann im September bis Oktober erfolgen.

Einsaat sollte mit heimischen Wildkräutern erfolgen.

Wir wollen nun gerne wissen, wo es in unserem Landkreis schöne Wegränder gibt. Wie werden sie da bewirtschaftet?

Gibt es auch besonders schlechte Beispiele? 

Beachten Sie auch unseren Fotowettbewerb zu diesem Thema.

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