Die Wälder im Nürnberger Land

Maschinen dröhnen, Bäume fallen, Unruhe macht sich breit. Sind die Wälder in unserem Landkreis in Gefahr? Die Forstreform vor 10 Jahren hat in der Wirtschaftsweise im Wald einige Veränderungen gebracht. Die Bayerischen Staatsforsten arbeiten nun ähnlich wie ein Wirtschaftsbetrieb. Trotz vieler Gespräche mit den Verantwortlichen und den einzelnen Förstern bleiben Fragen offen und Sorge um den Wald macht sich breit.

Wichtigste Punkte sind dabei, einen Einschlag während der Brutzeit der Vögel zu vermeiden. Ebenso sind die Abstände der Rückegassen mit teilweise weniger als 25 m in den siedlungsnahen Erholungsbereichen störend. Die schweren Maschinen sollten in nassen Bereichen und bei starken Regenfällen nicht zum Einsatz gebracht werden, um den Boden zu schonen.

Teilweise werden für den Laien unverständlich viele Festmeter Holz aus den Waldstücken gezogen. Die Gewinnmaximierung sollte jedoch für einen Staatsbetrieb nicht vor das Gemeinwohl und dem Naturschutz gestellt werden. Viele Revierförster reagieren mittlerweile auf die besorgten Naturschützer und begründen genau, welche Stämme sie entnehmen, welche Ziele verfolgt werden und welche Mengen planmäßig entnommen werden.


Was wächst im Nürnberger Land?

Im Bereich des Nürnberger Reichswaldes finden sich derzeit großflächig Kiefernbestände. Diese Wälder wurden lange Jahrzehnte intensiv genutzt und durch das Streurechen zum "Steckerleswald". Aufforstungen durch das Reichswald-Programm haben in einigen Bereichen bereits zu kräftigen nachwachsenden Mischwaldstrukturen mit Buchen, Eichen und weiteren Laubbäumen geführt, der ausgemagerte Boden wird Humus-angereichert.

Auf den Flugsanddünen ist der Flechten-Kiefern-Wald als seltene Waldformation natürlich vorhanden. Dort wird versucht, den Nährstoffeintrag aus der Luft durch verschiedene Maßnahmen zu kompensieren. Auf diesen Sandflächen kommen keine Buchen zum Wachsen.

In den Senken, Bachtälern und sonstigen feuchten Flächen im Reichswald stehen derzeit noch häufig Fichten. Die natürlichen Erlen werden mit punktuellen Pflanzungen eingebracht und sollen diese Bereiche wieder übernehmen.

Im Bereich der Hersbrucker Alb gibt es sehr vielseitige Wälder: Schluchtwälder, Mischwälder und Gebiete mit Eiben sind dort anzutreffen.