Gebäudebrüter

Seit vielen Jahren beobachten Aktive der Ortsgruppe Burgthann die Entwicklung der Mehlschwalben. In den Hirschberger Gärten wurde ein Schwalbenhaus durch die Ortsgruppe angeregt und aufgestellt. Leider muss dieses wohl noch einmal umziehen, da die derzeitige Fläche vom Kindergartenanbau betroffen ist.

Die Ortsgruppe Feucht ist mit der Wiederansiedlung des Wanderfalken im Turm der katholischen Kirche Herz-Jesu erfolgreich gewesen. Dort wurde gemeinsam mit der Gemeinde Feucht eine Webcam angebracht. Sebastian Haas hat dieses Aktion als zweiter Vorsitzender und Biologe betreut und in hoher Eigenleistung umgesetzt. Weitere Nistmöglichkeiten für Mauersegler, Dohlen und Falken wurden in den Kirchtürmen angebracht. Zunächst mussten jedoch große Mengen Taubenkot entfernt werden. Außerdem beschäftigen sich die Aktiven mit den Mehlschwalben, die an einigen Gebäuden mit Abwehrvorrichtungen zu kämpfen haben.

Im Jahr 2020 wollen wir eine Kartierung der Gebäudebrüter im ganzen Landkreis durchführen. Einführungsveranstaltungen fanden im Februar und März statt. Jederzeit können Informationen bei uns erfragt werden, die Teilnahme ist auch jetzt noch möglich. Wichtig ist es, dass alle Dörfer, Höfe und Siedlungen auf Schwalben kontrolliert werden. Kirchen und hohe Gebäude sind für Mauersegler (ab Juni), Dohlen und Falken interessant.

Eintragungsmöglichkeit im Online-Formular finden Sie gleich anschließend, die Papierversionen senden Sie bitte an unsere Geschäftsstelle in Winkelhaid.

Sie wollen wissen, wo noch Kartierer gebraucht werden? Hier finden Sie den aktuellen Stand der Helfer.

Einen Bericht über Ottensoos sehen Sie hier.

Der Bericht aus Altdorf ist hier.

Weitere Infos gibt es unter: anita.bitterlich@bund-naturschutz.de

Gebäudebrüter- Eintragungsmöglichkeit

Schritt 1


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Beispiel für Eintragung Gebäudebrüter 2020

Kartierung Gebäudebrüter 2020 im Nürnberger Land

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Name:

Herr Mustermann

 

 

 

Kartierort:

 

 

 

Email:

Mustermail@muster.com

 

 

Gemeinde

Burgthann

 

Telefon:

09123/111111

 

 

 

 

 

 

 

Wohnort:

Musterstadt

 

 

 

Ortsteil

Mimberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BEOBACHTUNGEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Straße, Hausnr

Mau

Meh

Rau

Fal

Doh

andere Tiere

Fund-Art

Datum

Bemerkung

Max Muster Str. 7

3

 

4

 

 

 

T

20.06.2020

 

Max Muster Str. 7

 

6

 

 

 

 

N

20.06.2020

 

Max Muster Str. 18

 

 

 

2

1

 

E

20.06.2020

Scheune, offenes Giebelloch

Max Muster Str. 35

 

5

 

 

 

 

N

30.07.2020

Nester teilweise zerstört

Musterweg 19

 

 

6

 

 

 

T

30.07.2020

Landwirt ist stolz auf die Tiere

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinweise:

 

 

 

 

 

Abkürzungen der Tierarten:

Mauersegler

Mau

Tragen Sie die Anzahl der Funde ein.

 

 

 

 

 

 

Mehlschwalbe

Meh

Tragen Sie die Fund-Art ein: N/T/E (Nest, Tier, Einflug)

 

 

 

 

Rauchschwalbe

Rau

Fundort und Datum nicht vergessen

 

 

 

 

 

 

 

Falke

Fal

 

 

 

 

 

 

 

 

Dohle

Doh

Amphibien

Seit vielen Jahren betreuen BN-Mitglieder und andere Naturfreunde Amphibienzäune und retten so tausende Kröten, Frösche und Molche vor dem Tod auf der Straße. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, melden Sie sich bitte.

Seit 2010 bauen wir z.B. den Krötenzaun im Kreuzungsbereich der Fuchsau (Altensittenbach) auf und erfassen, welche und wie viele Amphibien über die Straße getragen werden. Hier die Ergebnisse aus 2010, 2011, 2012201320142015201620172018 und 2019.

Auf der Amphibien-Website des BN gibt es praktische Tipps für den Amphibienschutz, die Broschüre "Faszination Amphibien" zum Downloaden, Informationen zu Veranstaltungen und viele Links.


Biber

Der Biber erobert seit Jahren die Pegnitz und ihre Zuflüsse. Spuren seines Wirkens sind inzwischen an vielen Stellen zu sehen. Auch mitten in der Stadt Hersbruck hat er an einem ruhigen Seitenarm der Pegnitz im Winter 2008/09 einen Damm gebaut. Aber leider sind nicht alle Begegnungen erfreulich - im März 2009 wurde ein toter Biber am Henfenfelder Knoten gefunden. Diesen haben wir präparieren lassen und er dient nun umweltpädagogischen Zwecken. Wissenswertes über den Biber und seine Lebensweise sowie über das Bibermanagement in Bayern erfahren Sie hier.

Biberkartierung 2015

Im Frühjahr 2015 untersuchten Ehrenamtliche das Vorkommen des Bibers im Landkreis ganz genau. Es wurden Biberburgen, -dämme, -fraßspuren und andere deutliche Anzeichen für ein Biberrevier erfasst.   

Eine Karte zeigt die gefundenen Biberreviere im Landkreis: Rot = besetztes Revier, Lila= unbesetztes Gewässer

Die meisten Reviere (ca. 25) finden sich an der Pegnitz. Dort stauen die Tiere selten, sie graben unterirdische Burgen in die Böschung. Durch angemessenen Abstand der landwirtschaftlichen Flächen zum Gewässerrand (10-20m) könnten dort die meist geringen Probleme noch verringert werden.

Die zufließenden Gewässer zur Pegnitz werden teilweise gestaut. Die Schwarzach ist ebenfalls besiedelt.

Bei Problemen wenden Sie sich bitte an den zuständigen Biberberater Horst Schwemmer.


Feuersalamander

Der Feuersalamander bewohnt feuchte, strukturreiche Laub- und Mischwälder, Quellen und Quellbäche, Quelltümpel und Kalktuffbereiche. Diese Lebensraumtypen kommen im Bereich des Albtraufs häufig vor und dieser ist ein wesentlicher Bestandteil der Hersbrucker Alb. Deshalb wurde sein Vorkommen, das noch unzureichend bekannt ist, u.a. in einem zweijährigen Projekt (2009/10) des Naturschutzzentrums Wengleinpark e.V. näher untersucht. 


Fledermäuse

Die Ortsgruppe Rückersdorf betreut zwei ehemalige Bierkeller, in denen sich seltene Fledermausarten wie Großes Mausohr und Zwergfledermaus wohlfühlen. Aus den Felsenkellern musste zunächst Bauschutt beseitigt und eine Beleuchtungsanlage installiert werden. Die Ortsgruppe beschäftigt sich ebenso mit der Aufarbeitung der Geschichte der Keller.

Zwei amtlich bestellte Fledermausbeauftragte (Gerhard Schütz für den nördlichen Landkreis und Norbert Behr für den südlichen Landkreis) kontrollieren und kartieren landkreisweit Fledermausquartiere, veranstalten Fledermausnächte und stehen mit Rat und Tat zur Verfügung.

Kontakt:
Gerhard Schütz (für den nördlichen Landkreis) - Tel.: 09151/1448


Libellen

Von den 75 in Bayern vorkommenden Libellenarten sind 50 im Landkreis Nürnberger Land heimisch. Viele von ihnen sind gefährdet. Daher ist ein Schutz der Lebensräume (verschiedene Gewässer und Trockenstandorte) besonders wichtig. Hier gelangen Sie zu einem Bericht von Karlheinz Schroth und Günter Loos über Prachtlibellen und Binsenjungfern. Beide Libellenkundler haben im Laufe vieler Jahre umfangreiche Beobachtungen gemacht, die sie gerne bei Exkursionen an Interessierte weitergeben. Ein Film von Karlheinz Schroth zeigt in faszinierenden Aufnahmen verschiedene, häufig vorkommende Arten des Landkreises Nürnberger Land, wie z.B. Gemeine Winterlibelle, Binsenjungfern, Falkenlibelle und Flusslibellen. Besonders interessant ist eine ca. 25-minütige Filmsequenz mit den Schlupfphasen der Schwarzen Heidelibelle. Der Film kann ausgeliehen oder käuflich erworben werden (10,- €). Einen Filmauszug kann man sich hier anschauen. Kontakt: BN Kreisgruppe Nürnberger Land, Tel.: 09187/4666 oder Mail: nuernberger-land@bund-naturschutz.de


Vögel

Fachkundige Experten unserer Kreisgruppe halten seit vielen Jahren ihre Vogelbeobachtungen fest und geben gerne ihr Wissen an andere weiter. So bieten wir in jedem Jahr Interessierten vogelkundliche Wanderungen an. 

Die Ortsgruppe Burgthann beschäftigt sich seit 2013 mit dem Schwalbenschutz.

Um die Lebensraumbedingungen für bestimmte Vogelarten zu verbessern, werden zielgerichtet Maßnahmen eingeleitet. So betreut die Ortsgruppe Hersbrucker Land beispielsweise Flächen in den Pegnitzwiesen zwischen Reichenschwand und Altensittenbach. Dort wurden Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt, um für den Storch optimalere Bedingungen zu schaffen.

Des Weiteren kümmern wir uns um verletzt aufgefundene Vögel. Z.B. wurde im Sommer 2009 in der Nähe von Alfeld ein Uhu in einem Stallgebäude aufgefunden. Dieser konnte nach Behandlung und Pflege durch einen Tierarzt wieder freigelassen werden.


Wildkatze

Sie durchstreifte unsere Wälder schon lange bevor die Römer die ersten Hauskatzen aus Afrika mitbrachten, aber kaum einer bekommt sie je zu Gesicht: die Europäische Wildkatze. Deutschlandweit wurde sie durch intensive Bejagung fast ausgerottet. Heute ist sie streng geschützt und kehrt langsam zurück in unsere Wälder. Jetzt gilt es, ihre Lebensräume zu schützen und die Gefährdung durch den Straßenverkehr zu minimieren. Die meisten der gefundenen toten Wildkatzen sind Verkehrsopfer.

In Bayern galt die Wildkatze als gänzlich ausgestorben. 1984 startete der BN eine Wiedereinbürgerungs-Aktion und setzte bis 2009 vor allem im Spessart über 600 Wildkatzen aus. Auch eine Zuwanderung aus anderen deutschen Waldgebieten, insbesondere aus Thüringen und Hessen, ist mittlerweile wahrscheinlich. Gab es 2002 in Bayern lediglich zwei sichere Nachweise, waren es 2014 bereits 546.

Um an diese Nachweise zu gelangen, setzt der BN eine elegante und effiziente Methode ein. Wildkatzen sind extrem scheu, sehr selten zu sehen und auch dann nur schwierig von manchmal ähnlich gefärbten Hauskatzen zu unterscheiden. Die Lösung kennen Katzenliebhaber: Baldrian lockt Katzen an. Sie reiben sich an der duftenden Stelle. Diese Vorliebe macht man sich zunutze: Raue Holzstäbe werden von ehrenamtlichen Aktiven an geeigneten Stellen in den Waldboden gesteckt und mit Baldrian-Lösung besprüht. Reiben sich Wildkatzen daran, so bleiben im günstigsten Fall einige Haare, eingeklemmt im Holz, zurück. Diese Haare werden sorgfältig mit Pinzetten abgesammelt und im Labor genetisch untersucht. In Bayern führt diese Analysen das Bayerische Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP, Teisendorf, Oberbayern) in Kooperation mit dem BN durch. Diese Daten gehen dann zur weiteren wissenschaftlichen Auswertung und Detailanalyse an das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen (Hessen), das dort zusammen mit dem BN und BUND eine bundesweite genetische Datenbank zur Wildkatze aufgebaut hat.

Viele fleißige Lockstockbetreuer waren im Jahr 2014 im Landkreis 3 Monate lang wöchentlich unterwegs und haben Haare gesammelt. Das Ergebnis ist sehr erfreulich: Die Wildkatze findet sich sowohl südlich von Lauf als auch in den Wäldern nördlich der Stadt. Diese Wälder zeigen einen hohen Strukturreichtum aus Laub- und Nadelbäumen, Totholz, dichtem Unterwuchs und freie sonnige Stellen. Nun gilt es, diese Vielfalt im Wald zu erhalten und zu erweitern, denn mit der Wildkatze kehren auch viele unauffällige Kleintiere und Pflanzen zurück. Die Wildkatze ernährt sich hauptsächlich von Mäusen, nur selten erweitert sie den Speiseplan auf Vögel oder Insekten.

Im Jahr 2019 wurde die Lockstockaktion im Landkreis wiederholt. Bei 9 auswertbaren Proben konnte wieder eine Wildkatze im Landkreis nachgewiesen werden.

Weitere Informationen zum BUND-Projekt „Wildkatzensprung“ und zum Wildkatzenschutz in Bayern finden Sie unter: http://www.bund.net/wildkatzensprung bzw. unter http://www.bund-naturschutz.de/themen/artenbiotopschutz/wildkatze.html