Wo sind die bunten Wegränder hin?

Arme Schmetterlinge und Bienen

Entlang vieler Straßen und Wege werden die Böschungen zu häufig gemäht und das Mähgut oft auch liegen gelassen. Das hat zur Folge, dass kaum noch blühende Wegränder vorhanden sind. Viele Tiere brauchen jedoch gerade von Juni bis September ein Blütenangebot, da in dieser Zeit die Wiesen gemäht sind und kaum Nahrung vorhanden ist. Außerdem dienen die Wegränder als sicherer Wanderkorridor für Insekten, Igel, Amphibien und Vögel. Hier kann gerastet werden, es gibt Nahrung und das Tier ist vor Fressfeinden geschützt. Damit erfüllen die Wegränder eine wichtige Aufgabe bei der Verbindung von Lebensräumen.

Außerdem verschwinden Feldraine und Wegböschungen immer mehr aus unserer Landschaft. Schuld ist vor allem auch die Förderpraxis, die bei den Landwirten großen Druck aufbaut, sodass jeder mögliche Quadratmeter genutzt wird. Auch hier ist Überzeugungsarbeit notwendig.

Worauf ist beim Mähen zu achten?

Die Flächen sollten mehr als 10 cm über dem Boden gemäht werden. Das Mähgut muss ohne saugende Vorrichtungen abgetragen werden. Die Mähbreite sollte dem Sicherheitsbedarf angemessen klein bleiben.

Bester Mähzeitpunkt ist etwa 6 Wochen nach der ersten Wiesenmahd, da dann die Tiere genügend Ausweichraum finden. Außerdem können die Blumen dann Samen bilden. Ein weiterer Schnitt kann im September bis Oktober erfolgen.

Einsaat sollte mit heimischen Wildkräutern erfolgen.

Wir wollen nun gerne wissen, wo es in unserem Landkreis schöne Wegränder gibt. Wie werden sie da bewirtschaftet?

Gibt es auch besonders schlechte Beispiele? 

Beachten Sie auch unseren Fotowettbewerb zu diesem Thema.

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