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Jahreshauptversammlung in Winkelhaid

Der Vorsitzende der Kreisgruppe Herbert Barthel konnte am 8.7. im Garten des Margarete-Meyer-Hauses in Winkelhaid neben vielen aktiven Mitgliedern aus den 11 Ortsgruppen auch zahlreiche Ehrengäste und eine Vertreterin der Kommunen begrüßen.

12.08.2022

In seinem Jahresbericht 2021 erläuterte Barthel beispielhaft die vielen Aufgaben der Kreisgruppe. Barthel wies darauf hin, dass der Verlust an Artenvielfalt, generell der Rückgang der Biodiversität, und der Klimawandel, durch Nutzung fossiler Energiequellen, die beiden großen menschengemachten globalen Naturgefahren sind, vor denen uns die Wissenschaft eindringlichst warnt.

Klimaschutz benötigt die Wende hin zu einer dezentralen Energiepolitik, daher lehnen wir zentralistische Großprojekte wie die Juraleitung ab, und benötigt die Verkehrswende, wir setzen uns für einen Umstieg auf’s Fahrrad im Stadtverkehr ein.

Im vergangenen Jahr stand der Schutz des Nürnberger Reichswaldes im Vordergrund: Obwohl seit 40 Jahren eigentlich als Bannwald geschützt, versuchen viele Planungen auf diese Waldfläche als billige Ressource zuzugreifen. Insgesamt drohen Rodungen von 200 bis 250 Hektar, beispielweise für ein neues ICE-Werk der Deutschen Bahn, für Sandabbau, für Industrie- und Gewerbegebiete. Die Kreisgruppe fordert, dass dem Schutz des Bannwalds Priorität eingeräumt wird. Die Kreisgruppe mischt sich mit umfangreichen Stellungnahmen und fachlichen Argumenten in die Verfahren ein.

Die Aktivitäten zu Artenschutz sind vielfältig: der Schutz von Amphibien bei ihren Frühjahrswanderungen zu ihren Laichgewässern mit betreuten Zäunen, Biotoppflege auf unseren Grundstücken, im Sommer wie im Winter, und auch Diskussionen mit Kommunalverwaltungen zu mehr Ökologie auf Straßenrändern und Grünflächen, durch weniger Mähen, und Saat von Blumenwiesen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist das Sichern von für die Natur wertvollen Grundstücken und deren Weiterentwicklung. Die Ortsgruppen laden zu verschiedenen Veranstaltungen ein – fachlich und umweltpolitisch.
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anita Bitterlich gab eine Übersicht über die Aktivitäten der Kindergruppen und der freien Mitarbeiter*innen der Umweltbildung an Schulen oder  Kindergeburtstagen. Die Kreisgruppe bietet hier fachliche und pädagogische Ausbildung an und Koordination. Die Geschäftsstelle der Kreisgruppe in Winkelhaid ist Anlaufstelle für Fragen und Aktionen.

Lothar Trapp stellte den Kassenbericht vor, und wies dabei auf den Rückgang der Einnahmen durch die Corona-Pandemie-Einschränkungen hin. Die Kassenprüferin hatte den Kassenbericht bereits bestätigt. Die Mitgliederversammlung entlastete den Vorstand.

 

Zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft standen in der zweiten Hälfte der Versammlung auf der Tagesordnung. 10 Anwesende wurde für 40-jährige Mitgliedschaft beim BUND Naturschutz geehrt, Herr Schneider sogar für 50 Jahre Mitgliedschaft. Als Stellvertreterin für die Gemeinde Ottensoos wurde die zweite Bürgermeisterin Frau Tanja Riedel geehrt – für 50-jährige Mitgliedschaft. Stellvertretende Vorsitzende Heide Frobel hob hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit des BUND Naturschutz mit den Kommunen für Naturschutz, Umweltschutz und Energiewende als Ziele des BUND Naturschutz sei.