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Herbert Barthel ist neuer Kreisvorsitzender

Die Kreisgruppe hat bei ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung einen neuen Vorsitzenden gewählt. Dr. Herbert Barthel aus Rückersdorf, ehemaliger Referent für Energie und Klimaschutz beim BN und seit dem Jahreswechsel im Ruhestand, tritt die Nachfolge von Heide Frobel an. Sie ist sehr froh darüber, sich nun mehr auf die Arbeit als Vorsitzende der Ortsgruppe Hersbrucker Land konzentrieren zu können, bleibt aber auch als stellvertretende Vorsitzende im Kreisvorstand.

30.07.2021

Vor der Wahl gab Heide Frobel einen Rückblick auf die Jahre 2019 und 2020, der wie immer eine große Bandbreite an Aktivitäten enthielt. Anhand einzelner Beispiele machte sie das Engagement der Ehrenamtlichen deutlich in den Bereichen Arten- und Biotopschutz, Umweltbildung und nachhaltige Landnutzung, aber auch in Sachen Klimaschutz, Energie- und Mobilitätswende. Ein Schwerpunktthema, dass sowohl die Kreisgruppe als auch die zehn Ortsgruppen in den letzten Jahren besonders gefordert hat, ist der anhaltende Flächenverbrauch. Es ist noch keine Trendwende spürbar im Landkreis. Neben vielen Planungen zu größeren und kleineren Gewerbe- und Wohngebieten, bei denen teilweise keine flächensparende Bauweise erkennbar ist und Schutzgebiete ignoriert werden, sind es auch übergeordnete Planungen, wie z.B. die Juraleitung P53, Bahnstromleitungen, ICE-Werk-Standorte und weitere Eingriffe in die Landschaft, für die Alternativen gefordert werden müssen.

In diesem Zusammenhang übte Heide Frobel auch Kritik an der Umsetzung der vor zwei Jahren beschlossenen Änderungen im Naturschutzgesetz nach dem erfolgreichem Volkbegehren „Rettet die Bienen“. In vielen Kommunen des Landkreises hatten mehr als 20 %, in Feucht und Rückersdorf sogar mehr als 30 % der Wähler dafür gestimmt. Die Themen Artenvielfalt und Insektensterben haben zwar spürbar mehr Aufmerksamkeit bekommen. Dies macht sich beispielsweise an einer Zunahme von blühenden Weg- und Straßenrändern und neuen Blühflächen deutlich. In anderen Bereichen, wie z.B. beim Biotopverbund, sind bisher jedoch kaum Veränderungen wahrgenommen worden. Inwieweit der verbesserte Schutz von Gewässern durch Randstreifen eingehalten wird, will sich die Kreisgruppe in nächster Zeit genauer anschauen. Heide Frobel hat auch bedauert, dass im Landkreis kein Biodiversitäts- und Wildlebensraumberater eingesetzt wurde. Eine solche Stelle wäre notwendig um wertvolle Informations- und Beratungsarbeit vor Ort bei Kommunen, Landwirten und anderen Flächennutzern zu leisten.