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Demo für bessere Fahrradbedingungen in Lauf

Zweite Rad-Demo in Lauf brachte den Autoverkehr ins Stocken

 

Mit viel Spaß, guter Laune und unter dem Schutz unserer Polizei starteten ca. 70 Fahrraddemonstrant*innen am Parkplatz Bahnhof links. Es ist Samstag, der 10. April 2021 11.30 Uhr. Dr.Ing. Bernd Bitterlich vom BUND Naturschutz begrüßt alle Teilnehmer*innen und weist auf die AHA-Regeln und die Besonderheiten einer Rad-Demo hin. Der wolkenverhangene Himmel drohte mit leichtem Regen, aber alle blieben trocken. Von Kind und Hund über Liegetandem und zahlreichen Rad-Anhänger war wieder Vielfalt geboten. Da demonstrierende Radler*innen durchblicken, hielten alle die Coronaregeln ganz selbstverständlich ein.

12.04.2021

Für alle, die sich in Lauf auskennen oder eine Karte vor Augen haben: Hier die Route: Bahnhof Lauf links – Altdorfer Str. – Kreisel – Luitpoldstr. – Nürnberger Str. – Saarstr. – Falknerstr. - Marktplatz* - Saarstr. – Simonshofer Str. – Karl-Sauer-Str. – Heuchlinger Hauptstr. – Hersbrucker Str. – Simonshofer Str. – Urlasstr. – Rathaus. Es tut der Seele eines Radlers gut, mit Platz sicher und gemütlich auf der Straße zu fahren. Versuchen Sie einmal die gleiche Strecke entsprechend der Straßenverkehrsordnung als Radfahrende*r zu bewältigen! Große Strecken dieser Route sind einer „Fahrradfreundlichen Kommune Lauf“ einfach unwürdig.

Am Marktplatz kam alles zum Stehen: Grund waren die zahlreichen Autos, deren Fahrer dort gern und ausgiebig kreisen, um einen Parkplatz zu finden. Es ist wieder eindeutig: Mit einem Rad oder den öffentlichen Bussen kommt jeder einfach und sicher zu den verschiedenen Einzelhändlern. Natürlich sind Parkplätzen für Schwerbehinderte noch eine wichtige Ergänzung.

Die Atmosphäre am Marktplatz wäre dann entspannt bei gleichzeitig guten Umsätzen des Handels und der Dienstleister.

Am Rathaus angekommen hielten Peter Kobras vom ADFC und Dr. Ing. Bernd Bitterlich vom BUND Naturschutz ihre treffend aufgebauten Reden. Da sie den Radler*innen aus dem Herzen sprachen, kam es bei beiden immer wieder zu kräftigem Applaus.

Kobras beschreibt anschaulich die West-Ost-Verbindung, die einem Flickenteppich gleicht und oft gefährlich ist. In der Gegenrichtung gibt es gar keinen Radweg.

Genauso schlecht kommt die Süd-Nord-Verbindung weg: meist mit vielen Fußgängern auf ihrem Gehweg zusammengedrängt entlang der Simonshofer Str. und der Briver Allee oder im Zickzack-Kurs durch Altdorfer Str., Johannisgasse über den Marktplatz zum Bahnhof rechts. Hier ist in der Unterführung Rad schieben angesagt. Zügig sieht anders aus! Und das in einer Stadt, die das Label „Fahrradfreundliche Kommune“ trägt. Kobras fordert, dass die Politiker*innen das Rad als wichtiges Verkehrsmittel ernst nehmen und nicht nur als Freizeitgerät für den Sonntagnachmittag sehen.

Bitterlich zeigt während seiner Rede einen mehr- und beidseitigen Ausdruck: Aktive Radler*innen vom ADFC und BN haben die gefährlichen Radweg- und Straßenstücke in Lauf zusammengetragen und Lösungen für jede einzelne Stelle gleich mitgeliefert. Laut Meinung der grünen Kreis- und Stadträtinnen wird es eine wichtige Grundlage sein, um an dieser Thematik weiterzuarbeiten. Seine Vision hat Bitterlich am Ende seiner Rede noch hochgehalten:  eine ringförmige, einspurige Einbahnstraße für die Autofahrer (Luitpoldstr. – Nürnberger Str. – Briver Allee.- Altdorfer Str.). Die freigewordene Fahrspur gehört jetzt dem Radverkehr. Die Fußgänger*innen können sich auf ihren Gehwegen wieder ungestört bewegen.

Zahlreiche grüne Stadt- und Kreisrätinnen aus Lauf, Röthenbach und Schwaig haben durch ihre Teilnahme die Wichtigkeit des Ziels der Demo deutlich gemacht: „Lösungen für die gefährlichen Radweg- und Straßenabschnitte“.

Als Abschluss warfen Hänelt (ADFC) und Bitterlich den Ausdruck „Gefahren und Schwachpunkte Radverkehr Lauf zusammen mit den Positivbeispiele in Nürnberg“ (mit Schleife verziert) in den Briefkasten am Rathaus. Der Bürgermeister hatte die Einladung hier die Demo in Empfang zu nehmen abgelehnt, dafür aber eine Videokonferenz angeboten. ADFC und BN werden teilnehmen.

Monika Hänelt, ADFC